Jojo’s Tagebuch

 

Vorgestern war ich 4 Monate alt.
Ich bin schon viel gewachsen
 und ungefähr 45 cm hoch.
 Nur ungefähr,
 weil ich nicht still stehen will.
Aber dafür
 kann ich schon ganz schön viel
andere Menschenwünsche erfüllen:

Sitz, Platz, Gib laut und Bonjour „geben“.
Denn bin nämlich ein kleiner Franzose
und gebe nicht einfach die Pfote.
Mein dickes Pelzchen wird
schon langsam grau,
 und es wird regelmäßig gebürstet.
Mir gefällt’s und Frauchen auch,
denn sie sagt,
das sind die einzigen 10 Minuten,
in denen ich endlich mal ruhig liege
und in nix reinbeisse
 (weil ich’s nicht darf).

Habe schon viele Zähnchen verloren und schon einige richtig große bekommen.

 Ich bin ein riesen Schlitzohr, aber ein „unkompliziertes“ sagt meine Familie.
So war mir Herrchen gestern auch gar nicht richtig böse, als ich seine „Bibel“
(wie Frauchen sagt) – die Fernsehzeitung – zerrissen habe.
Ich habe dreimal am Tag richtig Hunger, vor allem wenn’s etwas Rinderhack
oder Huhn gibt, und wenn ich schön gefressen habe, sagen sie, gibt’s auch
immer ein Dessert. Wenn nicht – muss ich’s lautstark einfordern. Und ich
glaube, meine Menschen sind auch etwas vergesslich, denn meistens muss
ich ihnen zeigen, wo die Leckerlis sind.
Hab auch schon probiert, ob man das ausnutzen kann und mein Fressen in
mehrere kleinere Portionen eingeteilt. Rein rechnerisch gäbe dies nämlich
mehr als ein Dessert pro Mahlzeit. Aber das hat mein Frauchen leider schnell
 begriffen.

Dreimal war ich schon in der Welpengruppe. Beim ersten Mal haben mir die
Großen Angst gemacht. Jetzt bin ich mittendrin, das heisst meistens
untendrunter, weil ich noch der kleinste bin.
Dafür lerne ich schnell, und ich finde meine Gruppe ist langweilig.
Daher büchse ich statt durch Ringe zu springen, über Wippen und durch
aufgehängte Schepperdosen zu gehen, lieber aus und mische die Großen
 auf dem Platz nebenan auf. Mit einem neuen Kumpel habe ich mich beim letzten
Mal in den Tunnel abgesetzt. War das ein Spass ! Bis auf jeder Seite 2 große
Gesichter auftauchten, die in verschiedene Richtungen „kommt da raus“
gezetert haben.

 Nach der Stunde muss ich wieder ins Auto sitzen zum heimfahren, das mag
 ich gar nicht und sabbere daher meinem Frauchen das Auto voll.

..

So, jetzt kommen noch ein paar
Schnappschüsse von gestern. Frauchen
sagt, ich sei „unmöglich“ zu
photographieren, weil ich nie still halten kann.

Denn so enden die meisten Versuche:

Bis bald, Euer Jojo

Meine Ostergeschichte

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