Der Hund ist das einzige Wesen auf der Erde,
das dich mehr liebt als sich selbst!
 


Zehn Bitten eines Hundes an den Menschen

Mein Leben dauert zehn oder zwölf Jahre.

Jede Trennung von Dir wird für mich Leiden bedeuten.
Bedenke es, ehe Du mich anschaffst!

Gib mir Zeit zu verstehen, was Du von mir verlangst!
Pflanze Vertrauen in mich - ich lebe davon!

Zürne mir nie lange und sperre mich zur Strafe nicht ein! 
Du hast Deine Arbeit, Dein Vergnügen; Deine Freunde 
ich habe nur Dich!

Sprich manchmal  mit mir! Auch wenn ich Deine Worte nicht ganz verstehe, so doch die Stimme, die sich an mich wendet.

Wisse: Wie immer an mir gehandelt wird - ich vergesse es nie!

Bedenke, ehe Du mich schlägst, daß meine Kiefer mit Leichtigkeit
die Knöckelchen Deiner Hand zu zerquetschen  vermögen - ich aber
keinen Gebrauch davon mache!

Ehe Du mich bei der Arbeit unwillig schiltst, mich bockig oder
faul nennst, bedenke: Vielleicht plagt mich ungeeignetes Futter,
vielleicht war ich zu lange der Sonne ausgesetzt oder habe ein verbrauchts Herz!

Kümmere Dich um mich, wenn ich alt werde - auch Du wisrt es einmal!

Gehe jeden schweren Gang mit mir! Sage nie:
” Ich kann so etwas nicht sehen”. Oder:
” Es soll in meiner Abwesenheit geschehen”.
Alles ist leichter für mich mit Dir!
 


Das Dir der Hund das Liebste sei,
sagst Du, O Mensch, sei eine Sünde-
Der Hund bleibt mir im Sturme treu,
der Mensch nicht mal im Winde.
 


Die letzte Schlacht

Bin ich dereinst gebrechlich und schwach
und quälende Pein hält mich ständig  wach -
was Du dann tun mußt, liegt bei Dir allein.
Die letzte Schlacht wird immer verloren sein.

Daß Du sehr traurig bist, versteh’ ich wohl,
doch weiß ich nicht, wie ich Dich trösten soll.
An diesem Tag - mehr als jemals gescheh’n -
muß Deine Freundschaft das Schwerste besteh’n.

Ich lebte bei Dir meine Tage im  Glück,
Furcht vor dem Muß? Es gibt kein Zurück.
Du möchtest doch nicht, daß ich leide dabei,
darum gib’, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei.

Zeig’ mir Deine Liebe ein letztes Mal
und befreie mich von Schmerzen und Qual.
Mit der Zeit - da bin ich sicher - wirst Du verstehen,
es war auch Mut, daß Du mich ließest gehen.